Der 3. Tourette Tag

Ein paar haben im Landhaus geschlafen, Land, weil weit draussen, Haus, weil im Bus nicht genug Platz.
Die Imbuspennenden sind beim 30. Anruf erreichbar und sagen uns “Wiesenbach”. Wir tippen ein, wir fahren hin, wir kommen an.
Was die Crew wirklich sagte, war “Wiesenbad”.
Vier Stunden Bielefeld Rundfahrt. Wir sind wieder alle beisammen.
Bei dem geplanten Auftrittsort vor der Uni angekommen, versammeln sich erste Horden von Fans auf dem Parkplatz. Vereinzelte Wohnhäuser in unserem Rücken, da wo kaum Schall hingeht. Forschen Schrittes kommt ein Mann im Anzug mit seiner Leibgarde aus drei Wachdienstlern an. Er untersagt uns offiziell den Gig.
Warum? Darum. Weil wir die Anwohner stören könnten. Aha.
Die Situation spitzt sich zu, weil uns aufmüpfiger Kamermann seinen Dienst verrichtet. Wir dürfen die Menschen nicht filmen. Aber wir beschreiben sie gerne für euch. Alle drei Wachleute haben rosa Kleider an und Schleifen in den Haaren. Sternförmige Sonnenbrillen und glitzernde “Sailormoon” Zauberstäbe in der Hand. Um aber auch persönlich zu werden. Der Anführer verdient dank seinem Anzug auf der Geschmacksskala einen zweistelligen negativen Wert. Er hat einen widerwärtigen Blutschwamm oder so etwas am Hals. Alle anwesenden Menschen kämpfen mit sich, um nicht zu kotzen. (Ich hoffe, Herr X liest dies, auf der Suche nach veröffentlichten Bildern)
Wahrscheinlich sind alle über irgendeine Langzeitarbeitslosenvermittlungsagentur für behinderte Tiere in diesen Job reingerutscht. Sie rufen die Polizei. Ihre abartige Mutti konnte gerade nicht.
OK. Ausweichlocation. Über ein Megaphone wird die neue Location bekannt gegeben.
Flucht, wir laufen durch einen Park, einen Berg hoch. Wir laufen zum Forum. Besser gesagt zum Parkplatz davor. Die Leute vom Forum sind cool.
Mit dem Regen trifft auch der Bus ein. Die Leute bleiben. Was für Fans!
Aus dem Regen wird ein Wolkenbruch. Wir performen solange bis die Technik den Geist aufgibt.
Am Ende sind alle nass bis auf die Haut und am nächsten Tag ist die Hälfte crunk. Obwohl sie nicht mal im Club waren.
Unser Tourbussfahrer ist der Mann der Stunde, weil er solche Aktionen klar macht. Gute Nacht!
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