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HipHop schlägt Gitarrenrock: Shew Sharlatan entern das Busdach

II_RBTB_Shew Sharlatan(c)Dirk Mathesius, Redbullphotofiles

Shew Sharlatan am Knochen

Zwei Aliens am Mic feuern Donnerstagabend im Uebel & Gefährlich die Crowd an. Grüngesichtige Kapuzenpullizombis stampfen über die Bühne und wedeln mit Papp-Sprechblasen. Das Publikum winkt mit Schildern, die zwei gekreuzte Knochen zeigen. Konfettibomben explodieren. Aus den Boxen dröhnen Beats, die klingen, als hätten Deichkind zurück zum Hip Hop gefunden. Aber der Blickfang beim großen Finale vom Red Bull Tourbus-Wettbewerb sind eindeutig die zwei als Clowns verkleideten MCs von Shew Sharlatan. Sie fegen wie irre über die Bühne und schaffen das Kunststück, als einziger HipHop-Act des Abends all die rumzukriegen, die vorher schon zur rockigen Konkurrenz Infight, Big Tennis und Betty True abfeierten.  Kein Wunder, dass Shew Sharlatan nach diesem Auftritt zum Sieger des Red Bull Tourbus Newcomer Contest gekürt wurden und vom 11. bis 20. September mit dem Oldtimerbus auf Deutschlandtour gehen werden.

III_RBTB_Shew Sharlatan(c)Dirk Mathesius, Redbullphotofiles

Shew Sharlatan am Knochen

Es war also ein Abend der Überraschungen im Uebel & Gefährlich, wo sich rund 800 Fans versammelt hatten, um das Finale des Red Bull Tourbus Newcomer Contest zu feiern. Vier Bands waren angetreten, um Publikum und Jury auf ihre Seite zu ziehen. Der Gewinn: eine eigene Tour mit dem Kult-Oldtimer. Die Kilians bildeten dabei als Tourbus-Veteranen der ersten Stunde einen Teil der Jury, für die Moderation war der ehemalige Top of the Pops-Moderator Ole Tillmann am Start. Zum Abschluss des Abends spielten die Kilians noch einen Extra-Gig.

Moderator Ole Tillmann

Moderator Ole Tillmann

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Kilians beim Auftritt

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Kilians

Die ebenso geschichtsträchtige wie kultige Bunkerkulisse des Uebel & Gefährlich passte vorzüglich zur explosiven Stilmischung, die sich da auf der Bühne traf. Den Startbeat durften die Freiburger mit ihrem räudigen Disco-Punk knallen lassen, was sie auch mit großer Freude taten. Ihr Testosteron-befeuerter Sound passte super zum Betonwandcharme des Clubs und brauchte nicht lange, um die ersten Tanzbeine zucken zu lassen. Nervosität dann in den ersten Sekunden des Betty True-Gigs. Sänger Marcus gestand atemlos nach gelungener Show: „Am Anfang dachte ich noch, ich krieg den Einstieg nicht richtig. Aber dann habe ich mich von Takt zu Takt gesteigert und einfach sauwohl gefühlt. Ein mordsmäßiger Spaß!“ Fand auch das Publikum.

IV_RBTB_Shew Sharlatan(c)Dirk Mathesius, Redbullphotofiles

Shew Sharlatan

Man verzeihe das plumpe Wortspiel, aber großes Tennis gab’s dann im wahrsten Sinne bei Big Tennis: mit klarem Heimvorteil und Gitarrenmelodien, die ein ganzes Stadion ausfüllen könnten. Ihre Pop-Punk-Aufforderung „Gimme Your Love“ erübrigte sich fast, schlug ihnen doch genug Liebe entgegen, inklusive Pappschilder der Fans – und Tennisbälle. Kein Witz – zum Ende des Gigs wurden Tennisbälle durchs Publikum, auf die Bühne und wieder von der Bühne runter geworfen. Wie heißt das noch immer im Wimbledon: „Advantage, Big Tennis!“ Sänger Möpse rief danach noch immer atemlos ins Mikro: „Mir fehlen die Worte. Es hat soviel Spaß gemacht. Einfach geil!“

Big Tennis

Big Tennis on Stage

Die Sieger des Abends waren überraschenderweise aber eben Shew Sharlatan, die zeigten, dass HipHop made in Brandenburg auch in Norddeutschland funktionieren kann – und zwar selbst vor einem Rockpublikum. Was aber auch nur funktioniert, wenn man so ein Partykommando am Start hat wie diese Jungs. Mit den Clowns, den Aliens, den Neonkapuzenzombis und vor allem mit ihrem elektrobetriebenen Party-HipHop brachten sie das Publikum so zum feiern, dass selbst die Kilians-Fans vergaßen, dass sie ja eigentlich auf Gitarrenmucke abfahren. Felix, MC bei Shew Sharlatan meinte später: „Unbeschreiblich. Einfach geil. Die Leute haben so abgefeiert und uns angespornt!“ Und gestand sympathischerweise noch ein: „Das Uebel & Gefährlich flößt einem schon ein bisschen Respekt ein. Aber als wir auf der Bühne standen, haben wir einfach nur Gas gegeben.“

Infight

Infight

Betty True Auftritt

Betty True Auftritt

Mit ihrem Auftritt überzeugten sie auch die Jury. Kilans-Sänger Simon: „Shew Sharlatan hat eine Wahnsinns-Show abgeliefert. Sie leben für das, was sie machen. Der Red Bull Tourbus ist eine super Plattform für sie – sie werden die Leute erobern.“ Auch Jurymitglied Andreas Weitkämper, A&R bei Warner Music, meinte über das Brandenburger MC-Kommando: „Mit Abstand das beste Entertainment. Ein sehr zeitgeistiger Sound. Sie machen auch den Eindruck, großen Spaß daran zu haben. Die werden ihren Weg gehen.“ Tja, oder vielmehr werden sie einen Teil des Weges nun fahren – und zwar vom 11. bis 20. September mit dem Red Bull Tourbus. Die Termine gibt’s in Kürze hier und www.myspace.com/shewsharlatan.

Alle Fotos: Dirk Mathesius.

11 Kommentare

  1. Neo 1.5
    14. September 2009

    Lächerlicher PSeudomusikförderungsquatsch. Hier geht es nur um Werbung. Zu knistig um Gemagebühren zu zahlen. Peinlich und, da dieser Beitrag gelöscht wird, auch nicht kritikfähig. Pfui!

  2. webmaster
    14. September 2009

    na, wenigstens ein wenig kritikfähig :)

  3. caro
    15. September 2009

    und wieder gibt es menschen die neidisch sind, und genau aus diesem grund hat “eure” band wahrscheinlich nicht gewonnen.

    denkt mal drüber nach. :D

  4. Relativ
    19. September 2009

    Ich wünsch es den jungs. Wir haben gegen sie Live gekämpft und wie man sehen kann nicht den Bus. Und ich kann sagen die Jungs haben es einfach.. Das was man heute braucht um zu bestehen.

    Gruß

    OROmusik(Ost)

  5. shew und fix
    24. September 2009

    neo neo , wo bist du…hahahahahahah schwimm immer mal wieder solche neo-n samler vorbei ,wie so viele….in diesem aquarium.
    schön das wir einzigartig sind und nicht leuchten wie diese neo-n samler.
    tach und schüss und hauste rein

  6. Betty True
    28. September 2009

    Die Jungs waren auf dem Bus, weil sie an dem Abend am überzeugendsten waren. Also, absolut verdient auf Tour gegangen!!!
    Gruß aus Köln,
    Betty True

  7. Neo 1.5
    29. September 2009

    Huier ging es nicht um die Gewinner. SOndern um die Art und Weise wie dieser “Bandwettbewerb” “durchgeführt” wurde. Keine Ansprechpartner von Red Bull beim Soundcheck. Keinerlei Support. Drücken sich um GEMA Gebüren. Vollkommen lächerlich. Hat gar nix mit der SIegerband zu tun. Die haben wahrscheinlich gut gerockt. Es geht hier um diese PSEUDO Musikförderung von einer Firma , die jetzt auch versucht den in den Profifussball zu drängen. Peinlich. Trinkt die Drecksplörre nicht!

  8. Bo
    29. September 2009

    warum willste denn auch mit Leuten von RedBull beim Soundcheck reden. Da war doch alles total entspannt. Netter Mischer, netter Typ vom Instrumentenverleih und guter Sound. Weiss gar nicht warum du dich so aufregst. Und für die Bands ist es doch ziemlich knorke mal im Übel&Gefährlich gespielt zu haben.

  9. shew und fix
    29. September 2009

    tia ,ick sag ja ein haufen fische in diesem aquarium und alle wollen raus gefischt werden….tia ,dit loft nich immer so wie man sich dit vorstellt, man soll ja och dit beste draus machen.
    voll sinnlos diese diskusion….aber vile spass noch beim weiterm erfolg sammeln.

  10. Neo 1.5
    30. September 2009

    Es ist nur einfach erbärmlich wie sich Red Bull “Musikförderung” auf die Fahne schreibt und gemagemeldete Bands nicht mitmachen dürfen.

  11. shew und fix
    7. Oktober 2009

    doch dürfe sie,muss nur vorher geklärt sein.solltes dich mal über die regeln genau informieren.man sollte nich so engstirnig sein.

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