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Mellow Mark – Tag 7 der Straßentour: Wiesbaden

Alle zusammen auf dem Busdach

Sunday in Wiesbaden…

Nicht nur die Stadt der Krininalpolizei, sondern auch des independent Schlachthof-Kulturzentrum. Dieses Jahr ist hier zum ersten Mal „Folklore im Garten“, vor 5 Jahren noch im Schlosspark, dieses Jahr in die Subkultur verbannt.. Der Schlachthof ist absolut autonom und betreibt auch seinen Strom von einem eigenen Generator, die Perfekte Umgebung für unsere Metropolis-Vision.. Hier mischen sich Kulturen, Künstler, Kinder, Karten, Köstliches Essen und wir, die Ruffcats, Pyro und Mellow

Ein Wiedersehen mit Esmeralda und Haiko, die beide gestern Abend hier mit Martin Jondo auf der Hauptbühne aufgetreten sind.. Sie erwarten uns in ihrem Hotelzimmer, wo Pyro erst mal ausschlafen kann nach seiner Marathonfahrt..

Wir kommen an, treffen viele alte Bekannte(Ganjabonanza), bekommen Kuchen von Nadine(Wiesbadens nr 1 Supporterin –danke!!!), und schließen in die Arme -wer hätte es gedacht???-: Alex Freizeit.

Alter Legionär der Mellow Pyro-Crew, damals mit uns unterwegs 2002/2003 auf allen Street-Tours…Auch schon hier haben wir zusammen RocknRoll gemacht als Vorgruppe der Saian Supa Crew. Erinnerungen, Wehmut, Tränen, Lebens-Schmerz…..

–NEIN!!! PAH!!! Niemals!!! Nichts davon!!!

Wir sind NEU

Die Sonne scheint.

Wir sind jetzt keine Newcomer mehr, die als Vorgruppe von anderen Bands darum kämpfen müssen, bekannt zu werden..

Die Sonne brennt.

Wir sind real, weil wir wir sind. Wir sind kosmische Stars.. Wir brauchen keinen engstirnigen Regeln zu folgen. Wer hat das gesagt?? -Niemand hat es gesagt!

Die Sonne strahlt gnadenlos.

Unser Stil ist kompromisslos klar, gesund(medizinisch getestet)und die Kritiker müssen es endlich checken. Mellow Mark braucht keine Dreads, um echt zu sein..

Die Sonne weiß es, denn sie kommt immer raus und lacht, wenn wir spielen..

;O)

Der Auftritt wird so so so so superhammergummigut. So soll Musik sein.. So leicht, so frei, ein Publikum, das selber denken kann, selbst erkennen kann, was gut ist. Eine Crowd, der man nicht sagen muß, was sie tun sollen, wie den ferngesteuerten Massen.. Gott sei Dank für unser Publikum, gruß an die Wiesbadener!!! Danke auch an die Band, die nach Butterfly mit einsteigt und ein kurzes hendrixmäßiges „Gypsy Eyes“ jammt…Telepathie, ohne Worte. Esmeraldas Stimme verschmilzt mit Haikos und dem Wiesbadener United Gospelchor.. We are the world, we are the children!!!Pyros Messer fliegen, schneiden die Luft. Just like butter, baby! Die drei Damen vom Grill(waren es jetzt Damen oder Herren???)tanzen und shaken(ihre Eier) mit und rocken das Szenario abstract style.. Ein Paradoxum, Begegnung der dritten Art…

Die Masse kann sich nicht mehr halten, knallt durch, verliert alle Hemmungen, der Rausch beginnt, die Orgie, Erwachen des kollektiven Unterbewußtseins, Break on through to the other side…Dinge passieren, an die später keiner gerne mehr erinnert werden möchte…

EIEIEIEIEIEIEIEeieieieieieiieieieeieieieiieiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!!!!!!!!!!!!!!!

Was haben wir getan??? Oh, mein Gott!!! Das wollten wir nicht! Sorry…………

-Wir haben Wiesbadens guten Ruf zerstört. Wo einst zivilisiertes Bürgertum im Sonntagsanzug über die Parkanlagen flanierte, suhlen sich jetzt ekstatisch nackte Menschenleiber mit Schaum vor dem Mund und verzerrten Blicken, schreien, stöhnen und grunzen vor animalischer Ur-Wonne.

Erschrocken blicken wir uns an. Dann schleichen wir zum Auto und verlassen erleichtert dieses tribalische Monument menschlichen Verfalls…

;o)

Die Wiesbadener

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