Band Blog: Fetsum
Fetsum: Resumee
Nachdem ich im Jahr 2006 das Vertragsverhältnis mit meiner damaligen Plattenfirma gekündigt habe und mir geschworen hab‘, dass mir Gewisse Fehler nicht mehr passieren, war das erklärte Ziel: keine Verantwortung mehr abzugeben. Ich musste mich sammeln, orientieren und Mut fassen, um das Zepter wieder „fest“ in die Hand zu nehmen. Dieser Prozess hat viel Kraft gekostet, aber noch viel mehr Energien freigesetzt. Seit dem hab‘ ich eine Single, „Air“, released, ein Video dazu in London gedreht, ein kleines Label, „High Fire Music“, gegründet und bin jetzt, mit grosser Unterstützung von Red Bull, auf Promo-Tour gewesen. Es macht einfach Sinn Dinge in die Hand zu nehmen, wenn man glaubt, dass man muss.
Vielen Dank an: Toni Farris, Matteo Scrimali, Nick Grgic, Valerio Girardi, Matteo Capreoli, Olli „der Kutscher, Steffen Kellner, Björn Brüggemann, Sascha Stalica!
Fetsum: Tag X der AIR-Tour
Auf nach Stuttgart. Nach der grandiosen FIFA-SOCCER-Session vergangene Nacht: „…ich mach‘ euch alle fertig“; „…niemand gewinnt gegen mich“, wollte heute Morgen keiner zur vereinbarten Zeit aufstehen. Wer kam eigentlich auf die Idee um 04 Uhr Nachts noch bei McDonald’s zu essen? Man darf solche Schnellrestaurants nicht in seiner Nähe haben. Aber wir haben’s irgendwann dennoch geschafft los zu fahr‘n. Endlich daheim angekommen, freu‘ ich mich morgen auf den Abschluss-Gig in Stuttgart. Good night! .f
Fetsum: Tag IX der AIR-Tour
An dieser Stelle möchte ich Nick vorstellen. Nick ist „der“ Allrounder auf dieser Tour. Er fährt den Wagen mit der Technik, er baut sie auf, er ist unser FOH (Toningenieur), baut sie wieder ab und hilft mir bei der Organisation. Nick musste heute den Mietwagen nach Hamburg fahren, weil das rechtzeitige Ankommen mit demTourbus ein Problem geworden wäre. Knapp 700 Kilometer mit 80 km/h unter Zeitdruck zurück zu legen macht nicht wirklich viel Spass. Deshalb mussten wir die Instrumente in den angmieteten 9-Sitzer umladen, die nötigsten Klamotten einpacken und um 07 Uhr früh, völlig verschlafen, losfahren. Aber mit genügend Espresso und Red Bull „for free“ ist auch das kein Problem. Um 23 Uhr hieß es dann Showtime im Assoto Connaisseur Club im NEIDKLUB auf der Reeperbahn. Im NEIDKLUB geht es in der Regel erst gegen 00.30 Uhr richtig los, aber da unser Auftritt im Rahmen des Reeperbahnfestivals stattfand, mussten wir uns strikt an den vorgegebenen Zeitplan halten und haben so eben vor einem kleineren Publikum gespielt. Macht aber gar nichts, da es trotzdem Spass gemacht hat. Schöner Club, sehr gute Veranstalter. Hoffentlich bald wieder.
Danke an Arash!
Fetsum: Tag VIII der AIR-Tour
Matteo ist heute nach München, wegen einem Studiojob. Sein jüngerer Cousin, der ebenfalls Matteo heisst, springt für zwei Gigs ein. Obwohl ich weiß, dass er sehr talentiert ist, war ich anfangs etwas besorgt. Matteo hatte das Programm erst einmal gehört und musste es heute schon spielen. Beim Soundcheck sind wir die Songs kurz zusammen durchgegangen und im Anschluss haben Toni und er nochmal die Köpfe zusammengesteckt, um die Arrangements zu besprechen. Aber Karlsruhe war eine gute Möglichkeit, diese Konstellation zu testen, da unser Auftritt nicht im Mittelpunkt der Veranstaltung stand. Wir sollten diese Internet-Preisverleihung musikalisch untermalen. Dennoch haben wir’s uns nicht nehmen lassen, ein wenig auf uns aufmerksam zu machen. Alles gut. Bravo, Matteo Jr.!
Fetsum: Tag VII der AIR-Tour
Was man sich zu Hause niemals trauen würde, bringt man auf Tour ganz selbstverständlich. Ungewaschen, im Nachthemd, mit Schlaf im Gesicht aus dem Nightliner direkt ins Frühstückscafé, an den Tisch und bei einer sehr hübschen Bedienung souverän Cappuccino bestellen. Das ist die Selbstsicherheit, die man brauch, um „gross“ zu werden. Das HALLMACKENREUTHER galt es heute für uns zu gewinnen. Aber vorher mussten wir erst mal heraus finden, wo wir duschen können. Sympathisch ist es auf Tour immer wieder fest zu stellen, wie unselbständig manche Mitreisende werden. Ich meine erwachsene, gestandene Menschen: „…was gibt’s zu essen?“ >>…lies die Karte!<<; „…wo spielen wir heute?“ >>…steht auf’m Tourplan, in deiner Hand<<…..
Fetsum: Tag VI der AIR-Tour
Ich will nicht behaupten, dass ich’s wusste, aber ich hatte so ‘ne Vorahnung. Frankfurt war mal wieder super. Ich hab‘ heute zum fünften Mal im UNITY gespielt und es ist immer wieder ‘ne Freude. Die Gastgeber sind extrem fürsorglich und dieses Publikum wünsch‘ ich jeder Band. Durch die enge des Raumes, besteht von vorneherein eine intime Nähe zwischen Band und Zuhörern. Keine Schweissperle entgeht dem Publikum. Es entsteht ein intensiver Dialog, genau das, was sich jeder im Innersten wünscht. Ermutigt durch die gemeinsam kreierte vertrauliche Energie, fiel es uns heute sehr leicht uns zu öffnen, und die Leute haben es uns gedankt . „…higher, higher,…further, further…“
Fetsum: Tag V der AIR-Tour
Wenn mich heute jemand fragt, worauf es im Leben ankommt, werde ich ihm folgendes sagen: „ Du sollst gut schlafen, du sollst gut essen und danach schauen, dass du das jeden Tag wiederholen kannst;+) Wir hatten heute einen Off-Day in Frankfurt a.M., so konnten wir in Ruhe schwimmen, schlemmen und ausspannen. Relaxen macht einfach Spass, wenn man weiß, dass man es sich verdient hat.
Fetsum: Tag IV der AIR-Tour
Ein Hauch von Freiheit. Gestern Abend erst hab‘ ich einen der Organisatoren vom Flohmarkt am Mauerpark kennengelernt, um heute, Dank seiner Zusage und Mithilfe, auf dem Selbigen zu spielen. Es war ‘ne Hammeraktion, um’s dezent auszudrücken. Wir kamen um 13.30 Uhr an und das Erste, was wir alle gleichzeitig dachten war: „Und wie sollen wir hier bitte durchkommen?“ Wir konnten ja nicht ahnen, dass sich bei gutem Wetter bis zu 15.000 Menschen auf dem Flohmarkt tummeln. Es hatte 25 Grad! So viel dazu. Also, ab durch die Massen zum Parkplatz und von hinten, über die Feuerwehreinfahrt, auf den „Betonplatz“. Ohne abgehoben zu klingen: es hat etwas Erhabenes, mit der Sonne im Rücken, von einem Busdach aus , dem Volke die frohe Botschaft zu übermitteln. „iPeople“! What more can I say?!?!
Fetsum: Tag III der AIR-Tour
Was’n Tag. Ein warmer Spätsommerabend in Berlin/Kreuzberg. Im Görlitzer Park sitzen, lachen und unterhalten sich Jung und Alt ganz entspannt. Als wir aufeinmal mit dem Tourbus durch den Haupteingang des Parks fahren und mitten auf der Wiese halten schauen zwar viele, aber niemanden scheint es zu stören. Nach und nach kommen Leute auf uns zu und wollen wissen, was wir denn vorhaben. Als wir ihnen erzählen, dass wir gleich ein Konzert auf dem Busdach spielen, sind alle begeistert. Der Bus ist einfach ein Knüller, und auf dem Dach zu spielen flasht Band und Publikum gleichermaßen. Unverhofft kommt oft, deshalb auch die tollen Reaktionen unseres zufälligen Publikums auf den Gig und die Aktion. So kann’s gerade weitergeh’n. Mal sehen was sich morgen noch ergibt. P.S.: Mein erster Groupie gibt sich zu erkennen. Sie ist zwar ca. 50 Jahre alt und leicht angeheitert, aber ich freu’ mich über jeden Fan
;+)
Fetsum: Tag I der AIR-Tour
Endlich wieder auf Tour. Meine Letzte ist mittlerweile einundhalb Jahre her und ich freu’ mich so richtig darauf, dass es wieder los geht. Der Tourbus ist der Wahnsinn. In echt sogar noch viel beeindruckender als auf den Bildern. Bei dieser Promo-Tour hab’ ich mich dazu entschieden, die Lieder akustisch zu präsentieren. So findet man am Besten heraus, welche Lieder wirklich gut sind und an welchen man noch arbeiten muss. Aber wenn man das Glück hat so tolle Musiker dabei zu haben wie ich, kann man sich entspannt zurücklehnen und jedem Auftritt zuversichtlich entgegengehen. Meine Band besteht aus Matteo Scrimali (Percussion), Toni Farris (Keys) und mir, Fetsum (Vocals).
Ich muss zugeben, dass ich heut’ vor dem Auftritt etwas nervös war. Hab’ nämlich die letzten neun Monate nur Songs geschrieben und keinen Gig gespielt. Ich war wirklich gespannt, wie das Publikum die neuen Lieder und den Sound annehmen würde. Aber Aufregung steigert ja bekanntlich die Konzentration. Als Toni und ich schliesslich, pünktlich um 22 Uhr, “Callin’ for you” im Duett angestimmt haben, war’s klar, dass es ein guter Tourstart werden würde. Und so war’s. Danke an Johannes Finke und das Rodeo an dieser Stelle.













